
Sonnenaufgang am – wettermäßig – bislang schönsten Tag der Reise. Sonnencreme-Wetter
Heute ist der Tag der Tage: Wir werden Tee machen. Keine langen Fahrten durchs Land, kein Hasten von Ort zu Ort – wir bleiben in der vertrauten Landschaft, dort, wo der Tee zuhause ist.
Am Morgen besuchen wir zuerst das Jeonggeum Tea Field, ein Meer aus grünen Reihen, sanft geschwungen über die Hügel.
Ein Ort wie geschaffen für schöne Bilder und stille Momente.
Danach führt uns der Weg in die Hanbat Tea Factory, wo wir gemeinsam mit Studierenden der Inje University erwartet werden. Nach einer Einführung in die Kunst der Teeherstellung geht es hinaus ins Feld: Dreißig Minuten bleiben uns, um mit geschickten Händen genügend frische Blätter zu pflücken. Wir geben unser Bestes.

Dann beginnt das eigentliche Handwerk. Rösten, rollen, wieder rösten, wieder rollen – nach traditioneller koreanischer Methode kann der Vorgang bis zu neun mal wiederholt werden – wir machen nur 4 Durchgänge Rösten bei beinahe 300 Grad Celsius nimmt alles seinen Anfang, mit jedem weiteren Schritt sinkt die Hitze, bis der Tee langsam seine endgültige Form findet und vollkommen getrocknet ist.

Mit zwei paar Handschuhen vor Hitze geschützt und mit voller Konzentration wird hier gearbeitet.

Zuerst rösten – dann rollen, und wieder an den Anfang, bis sich das gesamte Aroma entfaltet

Die vier Stadien unseres Tees im Überblick

Nach der Mittagspause besuchen wir das Hadong Tea Museum. Anschließend kehren wir zu unserem Werk zurück, sieben die feinen Blätter, entfernen das Kleine und Unvollkommene und füllen schließlich alles in 40-Gramm-Beutel. Selbstgemachter Tee für zuhause – mit den eigenen Händen geschaffen. Ein schöner Grund, stolz auf uns zu sein.
Der Tag ended mit einem gemeinsamen Abendessen mit Professor Jae-Sup Pak, Ph.D, der uns schon den ganzen Tag mit seinen Studenten begleitet hat und auch in den nächsten Tagen mit uns sein wird. Und was gab es? Schnitzel, aber koreanisch: Donkkaseu.
