Der heutige Tag beginnt nach dem Frühstück sofort mit einer der schönsten Tempelanlagen, die wir bisher gesehen haben – wenn nicht sogar der schönsten: dem Hwaeom-Tempel am Hang des Jiri-Berges in Gurye. Gegründet wurde er im Jahr 544 n. Chr. von einem indischen Mönch und zählt bis heute zu den eindrucksvollsten Tempeln Koreas.

Der Eingang zur Tempelanlage das wenig beachtete Drachentor eine der Pagoden

Nach einem kurzen Streifzug durch die weitläufige Anlage mit ihren Nationalschätzen – darunter die steinerne Laterne vor der Gakhwangjeon-Halle und die dreistöckige Pagode, getragen von vier Löwen – führt uns ein stiller Pfad durch einen Bambuswald hinauf zur Einsiedelei.

Der Weg hinauf das Schild sagt es schon: TEE und wir verkosten

Schatzkisten fermentierter Tee-Schätze aus den letzten 20 Jahren!
Dort haben wir die besondere Freude, gemeinsam mit dem Teemeister des Klosters Tee zu trinken. Er reicht uns frischen grünen Tee und blauen Tee, Oolong. Die vielen alten, in Hangari-Gefäßen gereiften Tees bleiben uns zwar verborgen, doch allein ihr Anblick beeindruckt zutiefst.
Anschließend lassen wir das Landleben hinter uns und fahren 164 Kilometer weiter zum Haus von Changwon bei Busan. Einst war es die Heimat des berühmten Gelehrten Du-cheol, genannt Toeeun. Heute ist es ein Ort lebendiger Tradition, der Einblicke in koreanische Kultur und alte Bräuche schenkt. Auf dem weitläufigen Gelände stehen 14 Gebäude, darunter eines mit historischen landwirtschaftlichen Geräten. Das Anwesen gehört zu den wenigen erhaltenen Zeugnissen vergangener Zeiten und lässt das frühere Leben in Korea spürbar werden.

Echtes Hochzeitspaar im traditionellen Gewand und ein Fotoshootings fürs Familienalbum daneben
Heute erleben wir dort sogar das Ende einer traditionellen Hochzeit. Danach erhalten wir eine Einführung in die Kunst des koreanischen Teetrinkens, bei der auch Felix in die Zeremonie eingebunden wird – ein stilvoller Moment im stillen Zauber des alten Hanok-Hauses.

Koreanische Teezeremonie mit Felix alles ist so stilvoll angerichtet – Lotusaufguss /-tee schmeckt
Zum Abschluss wartet ein neues Highlight: Wir besuchen Gimhae, einen Vorort von Busan, Heimat zahlreicher Keramikwerkstätten, und geniessen in einem Outlet-Center die Vielfalt der Keramik und langsam sprechen alle davon, dass der Platz in den Koffern ziemlich ausgeschöpft ist.
Am Abend folgt eine kleine Überraschung für Giorgia, die heute Geburtstag feiert. Nachdem wir bereits morgens im kleinen Kreis gratuliert haben, wird nun eine richtige Torte aufgetragen – Happy Birthday, Giorgia!

Satt vom vielen Essen und den süßen Versuchungen fallen schließlich alle müde ins Bett. Morgen wartet schon der nächste Tag.