
Einführung durch Prof. Jae-Sup Pak und Demonstration


Wir bedanken uns gegenseitig mit Geschenken: Doris und Günther mit Tees aus der Region und Prof. Kim und Prof. Pak treffen auf Harlys Dosen mit „Grumpy Wiener“
Die Inje Universität, eine private Hochschule in Gimhae, wurde 1941 gegründet. Im April 2024 zählte sie 884 Dozenten, 340 Mitarbeitende sowie 9.017 Bachelor- und 1.224 Masterstudierende. Ihr Gründungsauftrag lautet, die Welt durch Liebe und Tugend zu retten. Die Bildungsziele heißen Naturschutz, Achtung vor dem menschlichen Leben und Philanthropie; ihre Leitprinzipien sind Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit und Fleiß – ein bemerkenswertes Fundament.

Der UNESCO Tempel liegt dank Tanja fast wie ein Gemälde vor uns.
Am Nachmittag ist die Truppe wieder vereint und bricht gemeinsam zur weiteren Entdeckungsreise auf. Erstes Ziel ist der Tongdosa-Tempel – der „Tempel der Erlösung der Welt durch vollkommene Ehrlichkeit“. Er zählt zu den Haupttempeln des buddhistischen Jogye-Ordens in Yangsan, wird bis heute aktiv als Seon-Kloster genutzt und gehört seit 2018 als Teil der „Sansa, Buddhistische Bergklöster in Korea“ zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Seine besondere Aura verdankt Tongdosa auch dem Verzicht auf Buddha-Statuen unter freiem Himmel. Stattdessen werden hier Reliquien bewahrt, die dem Religionsstifter Buddha Siddhartha Gautama zugeschrieben werden. Sie sind in mehreren Stupas über das weitläufige Tempelgelände verteilt. So scheint hier nicht das Bildnis zu sprechen, sondern die stille Gegenwart des Heiligen selbst.

Am späten Nachmittag führt der Weg weiter zum Jeonghoyo Kiln – und zu einer weiteren, der letzten offiziellen Teeverkostung. Alle gereichten Tees, selbst der Matcha, stammen aus Korea und begeistern erneut mit feinen Aromen. Dazu umgibt uns ein Ambiente, geprägt von handgefertigter Keramik. In der benachbarten Werkstatt dürfen wir schließlich selbst Hand anlegen und uns bei der Gestaltung einer persönlichen Matcha-Schale verewigen – ein spannendes, beinahe meditativer Ausklang des Tages.
